Banken haben einiges verschlafen

In einem interessanten Artikel in FAZ.net wird darüber berichtet, wie Banken wachsende Probleme bekommen, weil sie wichtige Entwicklungen verschlafen haben. Beispielsweise haben Banken elektronische Bezahlung verpennt und das Feld technikorientierten Unternehmen überlassen, die eigentlich mit Bankgeschäften ursprünglich nichts zu tun hatten. Zur Zeit versuchen Banken und Sparkassen, der Konkurrenz etwa von Paypal etwas entgegenzusetzen, aber da müssen sie noch viel aufholen. Ähnlich haben sich Banken ausgeruht, wenn es um Geldanlage von Privatpersonen ging. Folge ist nun, dass immer mehr Privatleute ohne Banken untereinander Geld leihen. Dazu heißt es in dem Artikel:
Crowd Funding“ bringt Sparer mit Investoren zusammen.
Bei der Vermittlung von Krediten werden künftig soziale Netzwerke eine immer größere Rolle spielen. Die Entstehung des „Crowd Funding“ zeigt, dass man dort, wo man gesellige Unternehmungen organisieren kann, auch Sparer mit Investoren zusammenbringen kann. Statt die Bank um einen Kredit zu bitten oder ihr seine Geldersparnisse anzuvertrauen, könnte man sein Anliegen in sozialen Netzwerken vorbringen. Ohne die kostenpflichtige Vermittlung einer Bank könnten diese Geschäfte für beiden Seiten günstiger getätigt werden.
Ein weiteres Problem entsteht für Banken und Sparkassen durch die Niedrigzinspolitik der EZB. Wenn private Geldanleger nun sehen, dass sie bei Banken/Sparkassen keine nennenswerten Zinsen mehr bekommen, ist es doch folgerichtig, dass immer mehr Privatanleger versuchen, ihr Geld zu viel besseren Zinsen an andere Kreditnehmer zu verleihen, wofür es ja in diesem Kreditratgeber-Blog zahlreiche Angebote gibt. Schwere Zeiten also für Banken und Sparkassen, die nun ihre Geschäftsmodell überdenken müssen.