0 Prozent Zins bei Kredit über Smava ?

Das klingt ja unglaublich: Smava wirbt wie folgt:
„Unschlagbarer smava-Deal.
Bei smava erhalten Sie Deutschlands günstigsten Online-Kredit zu sagenhaften 0,0 % Effektivzins p.a.! Schlagen Sie zu und sichern sich historische Tiefst-Zinsen in Deutschland „.
Klingt zu schön um wahr zu sein. Versuchen sie doch einfach, dort Kredit zu unglaublich günstigen Konditionen zu bekommen


Smava erhält 16 Millionen Euro Wagniskapital

Das Kreditportal Smava.de hat in einer Finanzierungsrunde 16 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten, wie „TechCrunch“ berichtet.
Das 2007 gegründete Smava hat die Fördermittel unter anderem für eine TV-Werbekampagne auf Sendern wie RTL II oder N24 genutzt. Es ermöglicht einen Vergleich von Ratenkreditangeboten, als zusätzliches Merkmal nennt TechCrunch die Vermittlung von Privatkrediten.
Privatkredite empfiehlt Smava vor allem Kreditnehmern mit schlechter Bonität. Es konzentriert sich auf die Peer-to-Peer-Kredits, bei denen beide Transaktionspartner Privatpersonen sind und Banken vollständig umgangen werden.
Ein anderes wichtiges Kreditportal ist Auxmoney, das ebenfalls schon etliche Millionen Fördergelder erhalten hat.
Wie es scheint, verschlafen die traditionellen Banken und Sparkassen einiges in diesem immer wichtigeren Markt.


Verrückte Zinswelt: Bank zahlt Zinsen an Schuldnerin

Wohin die verrückte Zinspolitik der Europäischen Zentralbank führt, sieht man an folgender Meldung, die wie ein Aprilscherz klingt, aber keiner ist:
Die Bank Realkredit Danmark hat einer Kundin für einen dreijährigen Kredit Zinsen gezahlt. Die Kundin bekommt fürs Schuldenmachen 0,0172 Prozent gut geschrieben. Das entspricht rund einem Euro pro Monat, wie die „Financial Times“ auf ihrer Internetseite berichtet. Dass diese unsinnig klingende Verhaltensweise für die Bank trotzdem nützlich sein kann, zeigt die Erwägung, dass die Bank für das Einlagern des Geldes bei der EZB mehr Zinsen bezahlen müsste.



Cashper verspricht Minikredite in kürzester Zeit

Minikredite (einige hundert Euro) verspricht Cashper. Angeblich geht alles ganz schnell, aber die Beträge sind auch gering, am Anfang nur 199 Euro.
Cashper ist ein Label der Novum Bank Limited und bietet kurzfristige Darlehen von 100 € bis zu 600 € mit einer Laufzeit von 15 oder 30 Tagen.
Die jährlichen Zinsen für ein Standard-Darlehen sind 13,9%.
Cashper schreibt in seiner Eigenwerbung:
„Cashper ist kein gewöhnlicher Minikredit-Online-Anbieter. Keine Vorkasse, kein Risiko, keine leeren Versprechen. Kleinkredite bis zu 600 €, für jedes Budget mit kurzen Laufzeiten zu Niedrigzinsen.
Sie stellen Ihren Kredit selbst zusammen und haben somit immer die volle Kostenkontrolle. Cashperkunden sind sogar so zufrieden, dass der Kundenservice bei Ekomi Goldstatus erreicht hat.“
Hinweis: das Angebot von Cashper finden Sie hier auf der linken Seite, ebenso das Angebot von Xpress-Kredit.

Wahnsinn: Sparer verlieren viel Geld

In den vergangenen fünf Jahren sollen deutsche Sparer haben durch niedrige Zinsen 190 Milliarden Euro verloren haben. Einsparungen durch günstigere Kreditzinsen gleichen dies leider nicht aus. Im Durchschnitt entstand ein Verlust von mehr als 1300 Euro je Bürger. Schon bei vielen Beziehern mittlerer Einkommen, die verantwortungsbewusst für ihr Alter vorsorgen wollten, ist es deutlich mehr. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie mit dem Ergebnis „Mini-Zinsen kosten Sparer Milliarden“. Im Gegensatz dazu profitieren Bund, Länder und Kommunen, die in der Vergangenheit nicht sparsam gewirtschaftet haben von den extrem niedrigen Zinsen. Der Sparer ist gegenwärtig der Dumme. Verrückte Welt. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

Alternative Finanzierungsformen immer beliebter

Kapital im Internet oder vom Nachbarn bekommen: Kleine Unternehmen, Start-ups oder Privatleute erhalten in Europa immer häufiger Geld über alternative Finanzierungsformen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young und des Center for Alternative Finance der Universität Cambridge hervor, wie das Handelsblatt berichtet.
Dass alternative Finanzierungsformen für Jung-Unternehmen in Europa stark im Kommen sind, sieht man an folgender Zahl: im vergangen Jahr wurden fast drei Milliarden Euro über Crowdfunding u.ä. eingesammelt. Grund dafür ist vor allem die vergangene Finanzkrise.
Verschlafen da Banken und Sparkassen eine wichtige Entwicklung ?

Jetzt umschulden ?

Da die Zinsen gegenwärtig noch niedrig sind, könnte es in einigen Fällen sinnvoll sein, jetzt umzuschulden.
Aber Vorsicht ! Einige Anbieter, die mit besonders günstigen Kreditzinsen um Kunden werben, wollen zusätzlich Kreditvertrag noch Versicherungen verkaufen, etwa für die Restschuld-Absicherung im Todesfall. Solche Policen sind oft überteuert und werden auch nicht in den Effektivzins eingerechnet, weil sie ja als „absolut freiwillig“ gelten. Die Kosten für diese Versicherung können einen Umschuldungsvorteil schnell zunichte machen. Die Absicherung ist ohnehin unnötig, wenn bereits eine ausreichende Lebensversicherung besteht.

Banken haben einiges verschlafen

In einem interessanten Artikel in FAZ.net wird darüber berichtet, wie Banken wachsende Probleme bekommen, weil sie wichtige Entwicklungen verschlafen haben. Beispielsweise haben Banken elektronische Bezahlung verpennt und das Feld technikorientierten Unternehmen überlassen, die eigentlich mit Bankgeschäften ursprünglich nichts zu tun hatten. Zur Zeit versuchen Banken und Sparkassen, der Konkurrenz etwa von Paypal etwas entgegenzusetzen, aber da müssen sie noch viel aufholen. Ähnlich haben sich Banken ausgeruht, wenn es um Geldanlage von Privatpersonen ging. Folge ist nun, dass immer mehr Privatleute ohne Banken untereinander Geld leihen. Dazu heißt es in dem Artikel:
Crowd Funding“ bringt Sparer mit Investoren zusammen.
Bei der Vermittlung von Krediten werden künftig soziale Netzwerke eine immer größere Rolle spielen. Die Entstehung des „Crowd Funding“ zeigt, dass man dort, wo man gesellige Unternehmungen organisieren kann, auch Sparer mit Investoren zusammenbringen kann. Statt die Bank um einen Kredit zu bitten oder ihr seine Geldersparnisse anzuvertrauen, könnte man sein Anliegen in sozialen Netzwerken vorbringen. Ohne die kostenpflichtige Vermittlung einer Bank könnten diese Geschäfte für beiden Seiten günstiger getätigt werden.
Ein weiteres Problem entsteht für Banken und Sparkassen durch die Niedrigzinspolitik der EZB. Wenn private Geldanleger nun sehen, dass sie bei Banken/Sparkassen keine nennenswerten Zinsen mehr bekommen, ist es doch folgerichtig, dass immer mehr Privatanleger versuchen, ihr Geld zu viel besseren Zinsen an andere Kreditnehmer zu verleihen, wofür es ja in diesem Kreditratgeber-Blog zahlreiche Angebote gibt. Schwere Zeiten also für Banken und Sparkassen, die nun ihre Geschäftsmodell überdenken müssen.

Neu im Kreditratgeber-Blog : Kreditvergleichsrechner von finanzcheck.de

Jetzt finden Sie im Kreditratgeber-Blog auch den Kreditvergleichsrechner von finanzcheck.de (weiter unten). Damit können Sie viele Kreditbedingungen vergleichen und die für Sie günstigste aussuchen. Sie finden hier sowohl Bankkredite als auch Kredite von Privatpersonen.

Betrügerische Emails versprechen günstigen Kredit

Nicht nur Deutsche, sondern z.B. auch Schweizer bekommen Emails von Betrügern, in denen günstige Kredite versprochen werden, berichtet der Schweizer „Blick“:
„..Ein fettes Darlehen zu ­einem Minizins, Sicherheiten sind nicht nötig. Mit solchen Versprechungen per E-Mail und in schlechtem Deutsch ziehen Gauner gutgläubigen Schweizern Hunderttausende Franken aus der Tasche. Denn statt den Kredit zu zahlen, treiben sie Gebühren ein. Vom Darlehen sehen die Opfer keinen Rappen. Vorschussbetrug nennt die Polizei die Masche.
Auch BLICK bekam per Mail ein solches Angebot – und liess sich zum Schein darauf ein. Hier das Protokoll: «Haben Sie Kredit brauchen, um Ihre finanziellen Bedürfnisse zu befriedigen?», schreibt jemand von der Firma LendingTree Financial Solutions in holprigem Deutsch. «Kommt grosse Darlehen Angebot, herzliche Grüsse Adrian Lisa Williams.»
Tatsächlich gibt es in den USA ein Kreditvermittlungs-Unternehmen mit diesem Namen. Die Gauner verwenden im Mailverkehr dessen Logo und Adressdaten – nur die Mailadresse stammt nicht von der US-Firma.
Ich schreibe Adrian Lisa Williams meine Darlehens-wünsche: 350 000 Franken für die Dauer von zehn Jahren. Kurz darauf folgt das Angebot: Der Jahreszins betrage 1,1 Prozent. Erst nach einem Jahr werde die erste Rückzahlungsrate fällig. Sobald ich neben persönlichen Angaben einen Scan meines Personalausweises oder Führerscheins gemailt habe, «werden wir die Verarbeitung ihrer Transaktion starten».
Ich schicke den Scan meines SBB-Halbtaxabos. Nach einer Sicherheit fragt niemand. «Unsere Dienstleistungen auf Vertrauen und Ehrlichkeit.» Minuten später erhalte ich die Bestätigung, dass die Transaktion verarbeitet wurde. Doch würden nun – «müssen Sie verstehen» – 521 Euro Gebühren für die Registrierung der Dienstleistung fällig. Danach werde das Darlehen überwiesen.
Ich verlange einen Darlehensvertrag. Nach zehn Stunden: «Leisten Sie bitte die Zahlung der 521 Euro, wie verwiesen.» Im Anhang erhalte ich von einer angeblichen Londoner Anwaltskanzlei mit dem Namen Mario & Carmen meinen Vertrag. Vor einer Kanzlei mit demselben Schriftzug – allerdings aus Madrid – wird im Internet im Zusammenhang mit betrügerischen Lotto-Gewinnversprechen gewarnt.
Man fordert mich weiter auf, das Geld zu überweisen. Aber nicht in die USA, an den offiziellen Firmensitz, sondern auf ein Römer Konto. «Wir haben eine Postbank zwischengeschaltet, um Geld von den europäischen Ländern zu empfangen», erklärt Williams. Auf meinen Vorschlag, das Geld gleich beim Darlehen abzuziehen, erhalte ich keine Antwort.
Nun fange ich an, unbequeme Fragen zu stellen. Unter anderem nach der falschen Mail­adresse. Die Antwort: «Meinst du das ernst, diesen Kredit zu bekommen? Oder Sie wollen einfach nur Spiel mit uns spielen?» Die Kommunikation bricht ab.
Bei der Zürcher Kantonspolizei ist die Masche seit Anfang der 80er-Jahre bekannt: «Ob angebotene Mietwohnungen, Erbschaften oder Kreditanträge – es geht immer darum, dass für eine angeblich günstige Gelegenheit eine Vorauszahlung gefordert wird», sagt Mediensprecher Stefan Oberlin…“